Unser Vereinslokal

Gasthaus Kaindl in Kleingundertshausen
Geschichte von Kleingundertshausen


Pferdeumritte und Pferderennen vor alten Zeiten
Lage.460 M NN. Südöstlich der Stadtmitte, Abzweigung zwischen Sandelzhausen und Großgundertshausen, am Hang zwischen dem Sandelbach und dem Geißberg.
Geschichte: 814 wird der Ortsname Cundhareshuson in den Regensburger Traditionen urkundlich erst mal genannt. 844 Gunthereshusun. 1158 - 1184 Guntershusen . Um 1168 Guntherishusen. Namensherkunft von den Höfen des Cundhart. Seit 1326 der Pfarrei Großgundertshausen inkorporiert. Um 1580 Unterscheidung in Großgundertshausen (Guntertzhausen maius) und Kleingundertshausen (Gintzhausen minus). 1650 zahlt und liefert der Prößlbauer (Pröbstlbauer) als Stiftsreichnisse an die Hofmarksherrschaft Sandelzhausen: 8 Gulden, 4 Gnse, 16 Hühner, 1 Fastnachtshenne, 2 Enteneier, in Pfaffenhofener Maß je Schäffel Weizen und Gerste, je Schäffel Korn und Hafer u.a.m. 1714 ist der Ort zu arm, einen Schulmeister zu unterhalten. Auch Großgundertshausen hat keinen besoldeten Schulmeister, sondern nur einen Mesner, welcher des Schreibens gar wenig erfahren die Kinder lediglich in Beten, Katechismus, im Druck- und Brieflesen unterweisen kann. 1. Januar 1972 als Teil der Gemeinde Sandelzhausen nach Mainburg eingemeindet. 4. Januar 1991 100 Einwohner.
Brauchtum. Von 1708 bis zum Kriegsjahr 1796 sind zu Ehren des Kirchen- und Pferdepatrons Stephan (26. Dezember) Pferdeumritte und Pferderennen verbürgt . Die Teilnehmer opferten Korn. Die schnellsten Reiter gewannen bei den Rennen u. a. 2 Ellen Tuch, aber auch warme Handschuhe, von der Kirche gestiftet.
Katholische Kirche St. Stephan. In der Ortsmitte geringfügig erhöht. Kleine, schmale Chorturmanlage der Spätromantik, spätgotisch und barockzeitlich modifiziert. Außenrestaurierung 1989, Innenrestaurierung 1990 durch Baier und Orthgiess (Regensburg).
Turm romantisch, gedrungen, nach oben nachträglich abgeändert, im Osten und Süden Blendfeld durch Bogenfries und Kerbschnittband abgeschlossen, Satteldach. Langhaus Grundriß romanisch, schmal, in gotischer Zeit erhöht und westwärts etwa um die Hälfte verlängert, Mauerverstärkung barockzeitlich, Fenster spitzbogig, aber auch rundbogig gekappt, zwei Rundfenster nach Westen, seit der Barockzeit Flachdecke aus verputzten Strohmatten.
Chor im Turmuntergeschoss romanisch, eingezogen, rechteckig; der heutige Zustand entspricht dem gotischen Umbau; Decke als achtteiliges spätgotisches Sterngewölbe mit Kehlrippen auf Spitzkonsolen.
Vorzeichen im Westen, altes Gewölbe abgeschlagen und durch Flachdecke ersetzt. Sakristei an der Nordseite 1966 abgerissen. Altar Rokoko, 1. Hälfte 18.Lh., in der Mittelnische Statue (Holz) des Kirchenpatrons und Erzmärtyrers Stephan, im Auszug Relief Dreifaltigkeit.
Schnittfiguren Stephan (stehend, 0,90 m H.), gotisch 15. Jh.; Stephan (kniend, Arme ausgebreitet, 0,50 m H.), barock um 1700; Maria Magdalena (1 m H.) und Johannes (1 m H.), gotisch um 1500; Andreas, Bernhard und attributloser Heiliger (0,65 m H.), Relieffiguren, gotisch um 1500; Kreuzigungsgruppe (0,80 m und 1 m H.), 2. Hälfte 16. Jh. Sämtliche Kleinfiguren von beachtlicher Qualität.
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